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Alle waren sie gekommen – Studenten, Lehrende, Eltern und mehr. Schon im Voraus ließ sich ein erfolgreicher Abend erahnen. Es war kaum mehr ein Sitzplatz zu bekommen im Saal des Das Kinos, beim zweiten Block der Vorführung mußte so manch einer die Kunstwerke stehend auf der Leinwand verfolgen. Zwölf Kurzfilme, Intros, Portraits, Reportagen, Miniaturen und Video-History-Arbeiten, mit einer Länge von 30 Sekunden bs 40 Minuten wurden an diesem Abend in einem Videomarathon gezeigt.
Zu Beginn gab es eine kurze Lasershow mit Musik, gestaltet von Schülern des Akademischen Gymnasiums. Daraufhin folgte eine Arbeit der Lehrenden des Studio für Audiovision der Universität Salzburg.
“Wer ist Michael Gielen?” fragten sich Albert Lichtblau, Alois Pluschkowitz und Chiel van der Kruit ein Jahr lang. Das Ergebniss war ein schöner, ruhiger Dokumentarfilm über das Leben und Schaffen von Michael Gielen, der mit seine Frau Helen Gielen persönlich anwesend war. Es folgten drei weitere Künstlerprotraits, die im Rahmen der Lehrveranstaltung “Video-History” entstanden sind.
“Visuelle Klänge - Hubert Josef Flörli” von Loes Kieboom und Barbara Winkler war ein wunderbar gestaltetes Portrait des Bildhauers Hubert Josef Flörli.
”Electronic Emotions” von Gregor Farkasch, Angelika Nobis, Ljiljana Radovac und Nikolaj Fuchs war ein technisch toller Film über Christoph Campregher und Gregor Farkasch.
(CD erhältlich unter c9520071@hotmail.com)
“Der Zeremonienmeister” von Djorde Cenic, Simon Loidl, Peter März und Florian Schwanninger war ein sehr interessantes Musikerportrait
Stolz auf den AV-Schwerpunkt
Alle drei Filme wurden vom Publikum begeistert aufgenommen und ob ihrer Professionalität gelobt. Publikumsreaktionen wie “fantastisch, kreativ und professionell” kamen schon in der ersten Pause. Frau Prof. Dr. Ingrid Paus-Haase, selbst Gastprofessorin an der Universität Salzburg im AV-Bereich meinte:”Ich hatte so etwas nicht erwartet, wie professionell und kreativ hier gearbeitet wurde. Ich habe richtig Stolz auf den Studienschwerpunkt Audiovision entwickelt!”
Das Studio für Audiovision am Institut für Kommunikationswissenschaft Salzburg ermöglicht die Vermittlung und Erprobung praxisbezogener Fertigkeiten in Bereichen wie der Recherche, Konzeption, Gestaltung, Produktion und Publikation audiovisueller Produkte. Kurse zur Einführung in die Bildbearbeitung, Tonstudio- und Videoarbeit bilden das Grundlagenangebot an die Studierenden.
Bis ein Uhr morgens lief der Projektor
Nach der ersten Pause wurden Filme zum Thema “Fremdsein” gezeigt, die mit viel Feinsinn und auch Sarkasmus umgesetzt wurden. Sie wurden ebenfalls mit großem Enthusiasmus aufgenommen. Man war sich allgemein einig, daß hinter diesen Filmen Begabung und Kreativität steckt.
Die Filmemacher selbst waren beflügelt vom Erfolg dieses Abends. “Ich hätte niemals gedacht, daß so viele Menschen kommen würden!”, meinte Gregor Farkasch (“Electronic Emotion”), ”An diesem Film haben wir mehr als 60 Tage gearbeitet und es ist toll, daß wir hier die Möglichkeit bekommen haben, ihn zu präsentieren.”
Leider haben bis zum vierten und letzten Block der Vorführung, der erst gegen ein Uhr morgens zu Ende ging, nicht mehr sehr viele Zuschauer durchgehalten. Das war schade, denn auch hier wurde mit viel Begeisterung an der Materie gearbeitet. Zwei engagierte Filme zum Thema Studiengebühren, die mit viel Gefühl und auch Witz gemacht waren, und noch einer aus der Reihe der Lehrveranstaltung “Video-History” über Partisanenkämpfer im zweiten Weltkrieg bildeten den Abschluß eines erfolgreichen Abends vor allem für die Filmemacher selbst, aber auch für das Publikum, das einen sehenswerten Kinoabend miterleben durfte.
(brand)
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