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Tanzen mit Thomas Bernhard
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Lyrische Rhythmen erfüllen drei Abende lang das Toihaus. Das Ensemble "cy.ancal" zeigt sein Können mit einem zeitgenössischen Tanztheater zum literarischen Werk von Thomas Bernhard.
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Von Monotonie und stumpfsinnigen Wesen
"Mit der Klarheit nimmt die Kälte zu" ist ein zynisches Stück über die Monotonie und die Ästhetik des Alltags, über stumpfsinnige Wesen und kranke Individuen. Menschen die mit ihrem Lebensweg nicht klarkommen oder quasi aufgehört haben zu leben, aber auch die dumpfe Masse werden charakterisiert.
Von Bernhard inspiriert
Für die innovative Linzer Tanztheater-Gruppe "cy.ancal", unter Choreographin Andrea Müller, diente Bernhard als Inspirationsquelle. Sein spezifischer Erzählstil wurde zur Grundlage der Choreographie.
Bernhards monotone Struktur der langen Sätze in einem Statement, sein Faible, diesen Satz 50 Mal zu wiederholen bis er immer knapper wird, sodass nur noch die Hauptwörter übrig bleiben - all das findet sich auch in Andrea Müllers Choreographie wieder. So entstand ein rhythmisch durchgearbeitetes Programm. Den ganzen Tanzabend hindurch bewegen sich die Tänzer und das Publikum auf einem skurrilen Klangteppich aus Bandzuspielungen und Live-Kontrabaß. Es kommen in diesem Stück jedoch keine Textstellen von Thomas Bernhard vor, da es Andrea Müller bei der Umsetzung darum ging, die Atmosphäre der Bücher einzufangen.
"cy.ancal"
Die Tanzkompanie "cy.ancal" besteht seit nunmehr drei Jahren und wird von der gebürtigen Salzburgerin Andrea Müller geleitet. Die 30-jährige Choreografin hat bei Esther Linley am Bruckner Konservatorium in Linz studiert, sammelte aber auch Erfahrungen im Ausland, etwa bei der Kibbutz Contemporary Dance Company in Israel.
Ein großer Erfolg
Die Bernhard-Produktion wurde bereits im August 2000 beim "New York Fringe Festival" erfolgreich präsentiert und im Oktober in Wien im Künstlerhaustheater gezeigt.
In Salzburg ist die Produktion, die in Zusammenarbeit mit der Internationalen Thomas Bernhard Gesellschaft entstand am 14., 15. und 16. Juni um jeweils 20.02 Uhr im Toihaus zu sehen.
(neben)
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Tanzszenen auf Thomas Bernhards Spuren

Ästhetik beherrscht alle Lebenssituationen

Trostlosigkeit macht sich oft im Alltag breit

Die Bewegung orientiert sich am Wortrhythmus

Die Monotonie wird eingefangen
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