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“Lebensmittelsicherheit vom Feld bis auf den Tisch – Weiterentwicklung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes in der europäischen Union.” Das war der Titel unter dem sich Mitlgieder des Diätverbandes und Mitarbeiter aus der Lebensmittelbranche am 27. April zu einem Colloquium getroffen haben.
Erörtert wurden “die Maßnahmen zur Neuorganisation des Verbraucherschutzes, wobei besondere Bedeutung den Vorhaben auf Gemeinschaftsebene zukommen. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Diskussion zu BSE und MKS steht die Gewährleistung der höchstmöglichen Lebensmittelsicherheit im Mittelpunkt der politischen Prioritäten der Europäischen Kommission. Dies soll durch das Weißbuch zur Lebensmittelsicherheit umgesetzt werden.”
Die EU hat im Lebensmittelrecht seit 1985 bemerkenswerte Fortschritte in der Liberalisierung zustande gebracht. Der Verbraucherschutz im internationalen Verkehr mit Lebensmitteln wird derzeit vornehmlich durch die Regelungen der EG, des Codex Alimentarius und des SPS-Übereinkommens der WTO (GATT) bestimmt.
Bedrohung durch Futtermittel
Die meisten großen Lebensmittelskandale der vergangenen Jahre sind durch Gefahren entstanden, die ihren Ursprung in der Beschaffenheit der Futtermittel hatten. Folgerichtig muß es zu einer Intensivierung der Futtermittelüberwachung kommen.
Insgesamt sei eine positive Entwicklung festzustellen, Mängel bestünden hauptsächlich im Futtermittelrecht.
Eine Lebensmittelrechtsharmonisierung und eine Festlegung von Verhaltensregeln sind aber unbedingt notwendig, so Professor Dr. Dieter Eckert, Ministerialdirektor a.D. aus Bonn.
Ein zusätzlicher Nutzen für eine wirksame Risikovorsorge wird dadurch geschaffen werden, dass “die Lebensmittelwirtschaft in ihr chain management Regelkreise zwischen den Teilnehmern der Lebensmittelkette integriert, über die sicherheitsrelevante Informationen rasch und zielgenau transportiert werden können.”( Dr. Michael Blass, Hauptgeschäftsführer im Fachverband der Nahrungs- und Genussmittelindustrie Österreichs).
Lebensmittel sind so sicher wie nie zuvor?
Professor Dr. Michael Bockisch von der Union Deutsche Lebensmittelwerke sieht das Problem nicht in der Sicherheit von Lebensmitteln, sondern darin, daß der Verbraucher verunsichert ist und von der Lebensmittelindustrie zuwenig zu einer breiten Information über die bereits herrschenden hohen Standards beigetragen wird. Er bahauptete:”Lebensmittel sind so sicher, wie nie zuvor!”
Dem wiedersprach jedoch Mag. Dieter Jenewein, Hofrat der Bundesanstalt für Lebensmittelüberwachung aus Innsbruck. Die Probleme mit Pestiziden, Schwermetallrückständen und mehr seien durchaus vorhanden. Nur müsse man jetzt “die Schwachpunkte erkennen und sich bemühen, sie gemeinsam zu bekämpfen!”
(brand)
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